James Hunter Six – Hold On

‚Fliegen‘ scheint dabei genau das richtige Stichwort zu sein, denn man wünscht Hunter das er mit seinem vierten Studio Album buchstäblich abhebt. Dabei ist es seine zweite Zusammenarbeit mit Producer Gabriel Roth alias Bosco Mann und seine erste (!) Veröffentlichung auf Daptone Records.

„Hold On!“ bewahrt mit zehn Tracks und 30 Minuten Gesamtspieldauer den ‚LP‘ Charakter. Dafür kann ich mich nur bedanken, nicht, weil ich mir wünschte die CD solle schnell zum Ende gelangen, sondern weil diese Platte nicht mehr Titel braucht.

Auf der Scheibe präsentiert Hunter zehn durch die Bank weg gut komponierte Songs. Dabei bewegt er sich in dem gleichen Rahmen, der auch seine vorherigen Veröffentlichungen umschloss. Im warmen 60’s Sound groovt die Band und überlässt seiner Stimme den Platz in der ersten Reihe. Sein Gesang wechselt dabei spielend von sanft schmachtend zu übersteuert kratzend. So pendelt er zwischen Sam Cooke und dem frühen James Brown. Das Herz dieser Platte bilden meiner Meinung nach die Bossa-Novas und ‚ruhigeren‘ Nummern („This Is Where We Came In“ oder „In The Dark“). Dabei ist erstaunlich, dass immer der Spagat zwischen Retro und neuen Ideen gelingt. Hier wird nicht zitiert, sondern interpretiert und das ist die große Stärke von James Hunter. (Daptone Records)
 

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